Im sächsischen Döhlener Becken führen einige Schichten Hornsteine, die botanische Einzelheiten aus dem frühen Perm einschließen. Dank der dreidimensionalen Erhaltung lassen sich Rückschlüsse auf die wahre Anatomie ziehen, die in Tonsteinen oder auch in Kalkstein unmöglich wären. Solche Daten wurden an Anschliffen unterschiedlicher Orientierung gewonnen. Da rechnergestützte Modelle fehlten, wurde die Rekonstruktion skizziert und diente diesen Blättern als Vorlage. Sie zeigen zwei Typen von Calamiten-Sporenähren, also die Sporangienstände von Schachtelhalmverwandten: links Bowmanites (fertiles Organ bestimmter Keilblattgewächse, Gattung Sphenophyllum), rechts Metacalamostachys (fertiles Organ des Riesenschachtelhalms Calamites gigas). Der Teil in der Mitte ist ein Schnittbild des linken. Alle sind zu Lebzeiten wenige Millimeter breit und tragen winzige Sporen an den Stielen der äußeren Brakteen – jener schildförmigen Schuppenblätter – jeder Ähre.



