Fossilisationsvorgänge können sehr unterschiedlich verlaufen, je nach einer Reihe von Faktoren. Der vereinfachte Weg für die feinschichtigen Kalke des oberjurassischen „Solnhofener“ Archipels ist hier für Caturus gezeigt (ein amiiformer Fisch der mittleren Räuberebene) und ebenso auf den Dinosaurier Juravenator übertragen:

Vor 150 Millionen Jahren trieb ein toter Körper durch die Lagune. Bakterien und Aasfresser wie Fische und Krebse zersetzten die Weichteile.

Wochen später lockerten sich die Gelenke. Sehnen und Fleischreste zogen sich zusammen. Da am Meeresboden zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, wird das Gewebe in diesem Fall nur teilweise zersetzt.

Jahre später begruben neue Lagen aus Kalkpartikeln den Körper. Die Zersetzung ging langsam weiter, während die Lage des Körpers von da an für immer unverändert blieb. In seltenen Fällen blieben einige Hautreste erhalten.

Über Jahrtausende pressen neue Sedimente die Schichten zusammen. Das meiste Wasser entweicht. Der entstehende Kalkstein bleicht aus. Eisenoxid färbt die nun versteinerten Knochen rötlich.

Am Ende steht womöglich ein Fund. Sammlerinnen und Sammler bergen das Fossil. Fertig präpariert ist es damit noch nicht. Mitunter ist mühsame Präparationsarbeit nötig, bevor untersucht werden kann.

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