Die klassische Fundstelle des Versteinerten Waldes von Chemnitz ist nicht nur ein paläobotanischer Ort. Noch berühmter wurde sie, nachdem eine Reihe von Tieren gefunden wurde, darunter ein baumkletternder Amniot, ein landlebender Temnospondyle oder Aistopoden. Einer der aufsehenerregendsten Funde war ein vollständig erhaltener Skorpion, Opsieobuthus tungeri, der auch von einem Bau und von Häutungsresten bekannt ist. Obwohl er eine ausgestorbene Familie vertritt, handelt es sich um einen Skorpion der Kronengruppe mit sehr modern wirkenden Verwandtschaftsverhältnissen. Beim Vulkanausbruch, der den Chemnitzer Wald an einem unglücklichen Tag des Unterperms begrub, hatte die Bodenfauna keine wirkliche Fluchtmöglichkeit. Deshalb fehlen größere Landwirbeltiere und Insekten in der bislang erfassten Vergesellschaftung. Alle Bildelemente beruhen jedoch auf echten fossilen Belegen von nur wenigen Quadratmetern: Wedel und Früchte, Schnecken unter Totholz, winzige Knochen in der Streu und die Höhle eines Skorpions, die eine lebende Wurzel zur Stabilisierung nutzt.

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