Im Rahmen einer laufenden Studie ist dieser junge Dimetrodon von besonderem Interesse. Wie auch von den ebenso seltenen Edaphosauriden-Jungtieren bekannt, setzt das Rückensegel im Lebenslauf dieser Pelycosaurier offenbar recht früh ein. Über eine ursprüngliche Funktion im Zusammenhang mit sexueller Selektion wird seit der Erstbeschreibung von 1911 heftig gestritten. Für Dimetrodon selbst war das bislang nie abgebildet worden – dieses Fossil hilft uns also entscheidend dabei, es endlich in die Literatur zu bringen. Ebenfalls bemerkenswert: Außerhalb Nordamerikas wurden von frühen Synapsiden vom Dimetrodon-Typ keine weiteren Reste gefunden, abgesehen von den Arten vom Bromacker und diesem Einzelfund aus Sachsen.
Die Fossilplatte legte bereits die Knochen der Lendenregion, der Hüfte und des vorderen Schwanzes frei. Uns gelang es, weitere Einzelheiten und zuvor verborgene Abschnitte der Rückendornen freizulegen. Nach Abschluss der Präparation wurde das Exemplar in annähernd ursprünglicher Lage innerhalb der Umrisszeichnung seiner Rekonstruktion montiert. Zum Zeitpunkt seines Todes maß dieses Jungtier etwa 0,7 m.
Leitende Präparatorin: Ronja Sonnenschein (beschäftigt 2024–2026)



