Die barocke Anlage in der Nähe von Bayreuth ist nach dem prägenden Ausruf „C’est sans pareil!“ benannt (das ist einzigartig / ohnegleichen). Im 18. Jahrhundert beeindruckten die verblüffenden Felsformationen, von denen auch Tausende kleinerer Stücke zum Bauen verwendet wurden. Geologisch sind das die Reste oberjurassischer Riffkalke, in etwa das seitliche Gegenstück zum geschichteten Wattendorfer Plattenkalk, der wiederum eine etwas ältere Ergänzung zu den „Solnhofener“ Kalken ist.

Bei der Erneuerung dieser überwiegend historischen Ausstellung ging die Erzählung weit zurück und setzte bei der Entstehung der umgebenden und prägenden Gesteine an. Zum Glück hatten wir genug Erfahrung mit der Meeresfauna von Wattendorf, um ein winziges Diorama oder „Aquarium“ zu gestalten. Der Hintergrund, der den Umriss des historischen Fensters aufgreift, ist eine lichtdurchlässige Illustration des Schwammriffs mit Seelilien, Belemniten und „Mobbl“, der riesigen Meeresschildkröte Thalassemys (ausgestellt in Bamberg). Die vordere Scheibe wird von Modellen unterbrochen: dem Meereskrokodil Cricosaurus, dem Ammoniten Aulacostephanus, dem Quastenflosser Holophagus und dem Cidariden-Seeigel Rhabdocidaris, der auf einem Riffausschnitt mit Tremadictyon-Schwämmen sitzt.

Letztlich kann das Projekt die knappe Zeit und das kleine Budget nicht verbergen, bekam aber schon bei der Installation großen Zuspruch. Es enthält einige wiederverwendete Motive, dazu Forschungsdaten. Die Ausmalvorlage für die Öffentlichkeitsarbeit ist schön und auch für unser Engagement im Solnhofener Raum brauchbar.

Ausstellungskontext: Bettina Zenk – Zenk Design

Fachliche Begleitung: Dr. Cordula Mauß – Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen