Die Erhaltung der berühmten Pelycosaurier-Platte aus Freital bereitete seit ihrer Präparation bis 1924 Probleme. Sie enthielt nicht nur Pyrit, von dem man einen Zerfall und damit die Zersetzung des gesamten Fossils befürchtete. Nach der mühevollen Bergung war die Platte zudem lange Zeit unsachgemäß gelagert worden. In den 1960er Jahren kam es trotz Schutzmaßnahmen zu sulfatischen Ausblühungen, die einiges Aufsehen erregten. Ein Gutachten sagte den vollständigen Zerfall voraus. Als Rettungsversuch boten sich das Entfernen der Neubildungen und eine anschließende Lackversiegelung an.

Bei der ab 2008 einsetzenden wissenschaftlichen Neubearbeitung fand sich von diesen Ausblühungen so gut wie nichts mehr, dafür aber größere Risse und abgelöste Partien. Bis zur Restaurierung im Jahr 2024 ließ sich jedoch dokumentieren, dass sich der Zustand seither nicht verändert hatte. Stattdessen zeigte die Restaurierung, dass einige zerfallende Bereiche in den 1970er Jahren schlicht mit Lack verklebt worden waren. Auf die weitestgehende Abnahme der alten Beschichtung und bis dahin unbekannter Übermalungen folgte die plastische Ergänzung der beschädigten Stellen. Heute ist die Tränkung erneuert und die künstliche Bettung zusätzlich stabilisiert. Wegen der nur episodischen Ausblühungen und Rissbildung lässt sich die sulfidische Zusammensetzung hier optimistischer beurteilen als bei vielen marinen Fossilien.