Ein Synapside, vier Dinosaurier. Letztere liefern unter allen fossilen Gruppen die besten Daten, um perinatale Jungtiere zu rekonstruieren. Das liegt nicht nur an der Größe, sondern auch an den verbreitet hartschaligen Eiern (die höchstwahrscheinlich in mehreren Linien unabhängig entstanden sind). Solche Fossilien stammen allerdings immer wieder aus denselben Dinosaurier-Untergruppen und lassen andere aus. Zur Erklärung dürften Lagerstätteneffekte und ein Auswahlbias gehören, vermutlich aber auch paläobiologische Signale wie der Eityp oder bevorzugte Nistplätze. Hier sind die „gewöhnlichen“ Fälle, beginnend mit dem farbigen in der Mitte, einem verallgemeinerten Hadrosauriden (Entenschnabeldinosaurier). Die Graustufenskizzen zeigen im Uhrzeigersinn: einen Oviraptoriden (vogelartig) in seinem typisch länglichen Ei; einen titanosauriden Sauropoden (Langhalsdinosaurier) mit nachgewiesenem „Eizahn“; einen Therizinosauriden (Sichelklauendinosaurier), einen möglichen Koloniebrüter.
Oben links eine Skizze auf Grundlage tritylodontider Fossilien. Von keinem fossilen Synapsiden sind Eischalen sicher bekannt, da diese höchstwahrscheinlich nicht nennenswert mineralisiert waren. Diese Studie gehört zu einem größeren Thema (Evolution der Brutpflege) und bezieht sich auf den großen Wurf im Umfeld des Säugetierursprungs.



